Spielsucht: Sperren lassen zum Selbstschutz
Problematisch ist etwa, dass viele Online-Casinos ihre bet sportwetten bonus bestandskunden Rechnungen verschleiern, indem sie etwa „Herrenuhr“ unter die Abrechnung schreiben. Können die Glücksspielaufsichten der Länder etwas gegen die Online-Casinos ausrichten?Ich hätte mir von den Glücksspielaufsichten der Länder in vielen Punkten ein schärferes Auftreten gewünscht. Man muss aber auch dazusagen, dass diese Behörden unter mangelndem Personal und schlechter Ausstattung leiden. Sie haben schlicht zu wenig Mittel, um es mit den Online-Casinos aufzunehmen.
- Die Bedeutung der Glücksspielbehörde (GGL) für die Sperrungsentscheidungen
- Öffentliche Sperrlisten und Transparenz der gesperrten Domainnamen
- Beschwerdemöglichkeiten für Anbieter gegen eine Sperre
- Regelmäßige Evaluierung der Wirksamkeit der Sperrmaßnahmen
Dadurch sind die Aufsichten den Unternehmen nicht ausreichend gewachsen.
BR-Recherchen: Spuren führen nach Berlin
Und der Anteil der Jugendlichen, die alle Glücksspielangebote - außer privat organisierte - nutzen, sei auch gesunken. Viele Experten und auch Ländervertreter sehen das aber anders und nennen die Glücksspielregulierung gescheitert. Auch die EU-Kommission könnte bald einschreiten. Kritiker verweisen darauf, dass seit Jahren die Umsätze im von staatlichen Anbietern dominierten regulierten Markt sinken. Gleichzeitig verzeichnet der unregulierte Bereich, der private Online-Casino- und -Pokerspiele sowie Online-Sportwetten umfasst, wachsende Geschäfte, betrieben von Unternehmen aus dem Ausland heraus mit gültiger Lizenz eines EU-Landes. Im Zuge des neuen Glücksspielstaatsvertrags soll der Vollzug gestärkt werden. Schleswig-Holstein will diesen nun nicht ratifizieren. Ist das ein Schaden für den Spielerschutz?Man muss ohnehin erst einmal abwarten, wie konkret der Vollzug gestärkt wird.
Viele Verbindungen zu "SoftSwiss"
2012 konnten die Länder das seit Jahren umstrittene staatliche Lottomonopol noch einmal retten. Dieses Monopol wird damit begründet, dass nur so Verbraucher-, Daten- und Jugendschutz gesichert werden könnten. Doch mit dem damals neu ausgehandelten Glücksspielstaatsvertrag musste der lukrative Markt für Private geöffnet werden. Für sieben Jahre sollten eigentlich 20 Konzessionen an Sportwetten-Anbieter vergeben werden. In vielen Fällen wird daher in einer rechtlichen Grauzone gezockt.
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Der Schwarzmarkt boomt, ehrliche Anbieter müssten in die Röhre schauen, und Internetspieler hätten keine Möglichkeit, ein Angebot auf Seriosität zu prüfen, meinen Kritiker. Obwohl derzeit kein privates Unternehmen reguliert ist und über eine Konzession nach dem aktuellen Glücksspielstaatsvertrag verfügt, agieren private Sportwetten-Anbieter sichtbar in der Öffentlichkeit und zahlen auch reichlich Steuern an den Fiskus. Das zeigen zumindest die aktuellen Zahlen des staatlichen Lotto- und Totoblocks und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Trotz millionenschwerer Jackpots verlieren Lotto und andere Glücksspiele ihren Reiz. 37,7 Prozent der Befragten im Alter zwischen 16 und 70 Jahren gaben an, im zurückliegenden Jahr an einem Glücksspiel teilgenommen zu haben.
Wichtige Zahlen 2024 im Überblick:
Im Jahr 2007 lag der Anteil der gelegentlich oder gewohnheitsmäßig Spielenden noch bei 55 Prozent. Auch das Interesse am klassischen Lotto „6 aus 49“ verbuchte einen weiteren Rückgang. Nicht einmal jeder vierte Bundesbürger (22,7 Prozent) spielte dies im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: 2009 machten noch 40 Prozent der Bürger ihre Kreuze auf dem Lottoschein. Erstmals seit Beginn der Studie 2007 würden auch Geldspielautomaten weniger genutzt. Zudem ermöglicht der neue Glücksspielstaatsvertrag endlich zentrale Sperren für Spielsüchtige in Wettbüros. Aber in Spielhallen können sich Spieler auch durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag wieder nicht zentral sperren lassen. Insofern ist diese neue Regelung für den Spielerschutz ohnehin nicht wirklich befriedigend. Wie können Sie Spielern mit problematischem Verhalten noch helfen?Vor allem können wir den Leuten die Scham nehmen, die mit Glücksspielsucht einhergeht. Für viele ist es schon wichtig, einmal anonym über dieses Problem reden zu können.
- Zukunftstrends: Automatisierte Erkennungssysteme für neue Glücksspielseiten
- Mögliche Lockerungen im Zuge eines neuen Glücksspielstaatsvertrags
- Die Rolle von Künstlicher Intelligenz bei der Überwachung des Angebots
- Entwicklung hin zu einer europaweit harmonisierten Regulierung und Sperrpraxis
Und im Gespräch können wir dann mögliche Wege aufzeigen und etwa an die geeigneten Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen oder Fachkliniken vermitteln. Bisher war Onlineglücksspiel in Deutschland weitgehend illegal. Dann tritt der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft, der es Anbietern ermöglicht, eine Lizenz für ein Onlinecasino in Deutschland zu bekommen. Die Politik will damit den Schwarzmarkt eindämmen.
Was ist die 24-Stunden-Sperre?
Glücksspielland Deutschland: Es mangelt nicht an neuen Angeboten und spektakulären Gewinnversprechen. Im Internet sind Glücksspiel- und Wettangebote auf dem Vormarsch, neben dem klassischen Lotto gibt es den länderübergreifenden Eurojackpot. Dennoch versuchen sich nach den offiziellen Zahlen immer weniger Deutsche an Glücksspielen. Allerdings: Junge Männer sind anfälliger für illegale Wetten. Die staatlichen Lotto-Gesellschaften und einige Länder sehen sich daher bestätigt und wollen an der bisherigen Glücksspielregulierung festhalten – trotz Fehlschlägen.
Wie wird eine Fremdsperre in die Wege geleitet?
Durch die Hängepartie bei Sportwett-Lizenzen aber boomen der unregulierte und der „schwarze“ Markt. Viele Spieler zocken bei obskuren Anbietern in rechtlichen Grauzonen – aber offen. Es geht um einen weltweit wachsenden Markt - und um viel Geld. Neben klassischen Casino-Spielen gibt es Spielautomaten, Lotterien und Wetten. 2012 wurden in Deutschland nach früheren Angaben der Beratungsfirma Goldmedia rund 10,7 Milliarden Euro an Brutto-Spielertrag erwirtschaftet.
6.) Via OASIS für Sportwetten gesperrt - was kann ich tun?
Im sogenannten regulierten Glücksspielmarkt entfällt auf Spielautomaten der weitaus größte Marktanteil. Mitte 2015 gab es nach Angaben der Branche etwa 316.000 Spielautomaten, davon 269.000 Geld-Spiel-Geräte. Laut der Automatenindustrie VDAI nutzen schätzungsweise fünf Millionen Menschen pro Jahr diese Geldspielgeräte. Er will einerseits Spielsucht eindämmen und bet online wetten ohne einzahlung illegale Anbieter vom Markt drängen, gleichzeitig aber mehr Umsätze erwirtschaften, Steuern einnehmen und sich gegenüber Privaten behaupten. Der Staat ist Akteur und zugleich Aufsichtsbehörde. Kritiker befürchten jedoch, dass mit dieser Legalisierung die Spielsucht steigt. Der Staatsvertrag ermöglicht es Anbietern von Onlinecasinos aber etwa auch Spielhallenbetreibern, eine offizielle Glücksspiellizenz zu bekommen. Damit können die Anbieter Onlinespielangebote in Deutschland machen – vorher war das in der Regel nicht erlaubt. Spielerinnen und Spieler können sich somit künftig bei privaten Glücksspielplattformen anmelden, sofern diese eine Konzession haben. Der Glücksspielstaatsvertrag regelt somit die Gesetzeslage für Deutschland einheitlich, denn bisher gab es nur in Schleswig-Holstein ein Glücksspielgesetz, das schon 2012 eingeführt wurde.
Das harte Maßnahmenpaket ist komplett
Und zu dieser Freiheit gehört die Möglichkeit, dass Spieler sich jederzeit sperren lassen können, wenn sie merken, dass sie die Kontrolle über das Spiel verlieren. Ist es da nicht besser, den Markt gleich zu liberalisieren und damit auch eine Kontrollmöglichkeit zu schaffen?Es ist leider die herrschende Meinung, dass man gegen Online-Anbieter ohnehin machtlos sei. Es laufen zahlreiche Untersagungsverfahren etwa gegen die Anbieter von Online-Casinos. In einem Rechtsstaat dauert es eben eine Zeit, bis es höchstrichterliche Urteile gibt. Wenn es die gibt, hat man aber auch eine Handhabe gegen illegale Anbieter.
Glücksspiel-Werbung blockieren - So schützen Sie sich online vor unerwünschten Anzeigen
Indem man den Markt jetzt schon liberalisiert, beugt man sich einfach dem Druck der illegalen Anbieter. Es wäre besser, damit noch zu warten. Welche Spielformen sind denn die gefährlichsten und womit verschulden sich Ihre Klienten am stärksten?Die meisten Spielsüchtigen sind immer noch beim gewerblichen Geldspielautomatenspiel zu verzeichnen. Mit größerem Abstand dahinter kommen Sportwetten und Online-Casinos, die fast gleichauf liegen. Und die Summen, die im Internet verspielt werden, sind einfach unvorstellbar.
Selbstsperre – so funktioniert's
Zuletzt hat einer unserer Klienten in wenigen Tagen 34.000 Euro im Online-Casino verspielt. Ein Student verspielte dort in einer einzigen Nacht 8000 Euro. Dabei hatte er dieses Geld nicht einmal auf seinem Konto. Das böse Erwachen kam am nächsten Tag, als der Anbieter das Geld nicht abbuchen konnte. Unsere Gesellschaft muss sich fragen, ob es erlaubt sein soll, so viel Geld zu verspielen, über das die Betroffenen nicht einmal verfügen. Damit konnten Onlinecasinos zwar eine Lizenz von Schleswig-Holstein erhalten. Spielen durfte aber nur, wer dort wohnte oder sich dort aufhielt. Zugleich gab es aber auch EU-Lizenzen – etwa aus Malta oder Gibraltar – mit denen es möglich war, bundesweit Zugang zu Onlinecasinos zu bekommen. Die unterschiedlichen Regelungen führten zu einem Wirrwarr an Angeboten. Vielen Nutzenden war zudem unklar, was erlaubt war und was nicht. Der Glücksspielstaatsvertrag soll nun Klarheit schaffen und auch die illegalen Angebote zurückdrängen. Lange wurde über die Novellierung gestritten, weil die Sorge groß ist, dass mit einer Legalisierung von Onlinecasinos mehr Menschen spielsüchtig werden könnten. Der Staatsvertrag sieht nun vor, dass etwa Liveangebote sowie Tischspiele wie Blackjack, Baccara und Roulette verboten sind. Außerdem bleibt gleichzeitiges Wetten bei mehreren Onlinecasinos illegal. Zudem dürfen die Anbieter in der Zeit von 6 bis 21 Uhr keine Eigenwerbung machen.
| Auswirkung | Beschreibung | Mögliche Konsequenz für Nutzer |
|---|---|---|
| Zugangsverlust | Webseite/App ist von Deutschland aus nicht mehr erreichbar | Kein Zugriff auf Guthaben oder laufende Wetten |
| Finanzielle Risiken | Einzahlungen sind möglich, Auszahlungen blockiert | Verlust von Geldeinlagen, kein Rechtsschutz |
| Datenrisiko | Illegale Anbieter unterliegen keinem deutschen Datenschutz | Missbrauch persönlicher und finanzieller Daten |
| Kein Spielerschutz | Fehlen von Limits, Selbstsperre oder Beratung | Erhöhtes Sucht- und Verschuldungsrisiko |
Die Einhaltung der Regeln wird durch eine gemeinsame Glücksspielbehörde der Bundesländer mit Sitz in Sachsen-Anhalt überwacht. Sportwetten waren schon vorher durch den Glücksspielstaatsvertrag geregelt. Neu ist für die Anbieter mit der Reform allerdings, dass auch sie eine Glücksspiellizenz beantragen müssen, wenn sie Onlinewetten anbieten.
Bei Spielsucht sperren lassen: wieso das wichtig ist
Der Europäische Gerichtshof hatte Privaten jüngst den Rücken gestärkt. Schließlich lockt aber noch der Schwarzmarkt etliche Zocker. Wie können Sie den Spielsüchtigen helfen?Wir können ihnen zum Beispiel ganz praktisch helfen, indem wir dieses Geld von den Unternehmen zurückfordern beziehungsweise indem die Klienten ein sogenanntes Charge Back durchführen: Da Online-Casinospiele verboten sind, sind die dadurch entstandenen Forderungen nichtig. Daher fordern wir Kreditkartenfirmen und insbesondere Online-Finanzdienstleister regelmäßig auf, die abgebuchten Beträge an die Kunden zurück zu überweisen. Und das funktioniert?Einige Kreditkartenanbieter sind sehr entgegenkommend. Viele große Anbieter wie Tipico, bwin und BildBet haben die deutsche Sportwettenlizenz aber bereits frühzeitig erhalten.
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